Die Gründung der Arbeitsstelle für Papyrologie, Epigraphik und Numismatik der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste am Institut für Altertumskunde der Universität zu Köln erfolgte im Jahre 1972. Sie geht auf die Initiative des damaligen Professors für Klassische Philologie und ersten Leiters der Arbeitsstelle Reinhold Merkelbach (1918-2006) zurück.

Die Forschungsgebiete der Arbeitsstelle sind entsprechend den hier betreuten und kontinuierlich ausgebauten Sammlungen griechischer Papyri und Münzen das griechisch-römische Ägypten sowie das antike Kleinasien in inschriftlich-numismatischer Hinsicht.

Antike Papyri, Inschriften und Münzen sind die ältesten Träger schriftlicher Überlieferung. Viele von ihnen sind noch unerforscht und bieten der altertumswissenschaftlichen Forschung einen direkten, von späteren überlieferungs- bzw. rezeptionsbedingten Veränderungen unbeeinflußten Einblick in die ursprüngliche Gestalt historischer Vorgänge und literarischer Produktion.

Die Kölner Arbeitsstelle für Papyrologie, Epigraphik und Numismatik veröffentlicht in der Sammlung aufbewahrte Papyri und Münzen sowie griechische Inschriften aus Kleinasien und verfertigt thematisch zusammengehörige Corpora aus Dokumenten verschiedener Aufbewahrungsorte; sie erarbeitet Studien und Hilfsmittel von allgemeiner Bedeutung für die hier betriebenen philologisch-historischen Grundlagendisziplinen.

Entsprechend der Zielrichtung der derzeitigen Förderung liegt der Schwerpunkt der Arbeitsstelle in der Papyrologie.

Angegliederte Projekte richten sich auf topographisch-epigraphische Forschungen zur philosophischen Inschrift des Diogenes von Oinoanda sowie zum Königskult des Antiochus I. von Kommagene.


Leiter der Arbeitsstelle: Professor Dr. Jürgen Hammerstaedt